
Da sich meine
Wollkorbdiskussionen langsam der Abschlußrede nähern, brauche ich einen "Boden", der etwas stabiler ist.
Aus diesem Grunde häkle ich derzeit einen Streifen in tunesischer Häkelei.
Diese Häkeltechnik bietet viele Möglichkeiten - und so, wie ich es zeige, wird quasi die "Grundtechnik" gearbeitet:
Man arbeitet jeweils von rechts nach links. Dazu benötigt man eine lange = tunesische Häkelnadel. Eine neue Reihe beginne ich
NICHT mit einer Luftmasche sondern, indem man unter den 2. sichtbaren Steg einsticht und eine Schlaufe holt. Das führt man fort, bis man die ganze Reihe (s. Bild 2) auf der Nadel hat.
Dann ist man links angekommen und nun werden wie beim Arbeiten von festen Maschen immer jeweils 2 Schlaufen zusammen abgemascht. Stück für Stück nähert man sich wieder dem rechten Rand. Am Ende hat man wieder eine Masche auf der Nadel und dann beginnt das Ganze von vorn.
Der Unterschied zum "normalen" Häkeln von festen Maschen besteht darin, dass man nicht die einzelne Masche arbeitet, sondern das Ganze in Reihen. Es gibt ein festes, strukturiertes "Wollwerk", das sich aufgrund seiner Wabenstruktur sehr gut bspw. besticken lässt.
Wir haben im Forum Stricken und Häkeln darüber
schon diskutiert.
Die tunesischen Häkelnadeln gibt es im Fachhandel. Ein paar Ideen dazu (nach dem Begriff Crochenit im Bereich HÄKELN schauen) gibt es auch auf
Lianes Seite.
Da ich meine Fotos hier schon im "fortgeschrittenen" Stadium gemacht habe, ist sicher wichtig zu sagen, dass es genauso mit der ersten Reihe gemacht wird. Man häkelt eine Luftmaschenkette und aus jener werden dann die ersten Schlaufen aufgenommen. Vielfach wird berichtet, dass sich tuneische Häkelei einrollt. Meine Erfahrung besagt, ohne zusätzliche Luftmasche links und rechts wird dieser Rand fester und wenn man anschließend einmal ringsherum mit festen, oder Kettmaschen umhäkelt, ist alles schön fest.
In meinem Fall

, wird der Boden eingehäkelt.